Website © S. Falkenstein   

Home NS "Euthanasie" Annas Geschichte Genealogie Hirschberg

Sie sind hier: T4 Wettbewerb

Tiergartenstraße 4 in Berlin

Gestaltungswettbewerb für Gedenk- und Informationsort entschieden

NS "Euthanasie"

Annas Geschichte

Ännes letzte Reise

Stolperstein

Erinnerungsarbeit

Namensnennung

Patientenakten

Bedburg-Hau

Fotos Grafeneck 2006

"Aktion T4" Berlin

Runder Tisch "T4"Fotos "T4" Ort 2006

Wettbewerb "T4" 2012

Erinnerungsort 2014

 

Gedenk- und Informationsort für die Opfer der »Euthanasie«-Morde

2. September 2014

Eröffnung

8. Juli 2013
Bauauftakt
23.11.2012
Auslobung für den Wettbewerb

Gestaltung der Inhalte

© AG Ursula Wilms (Architektin BDA), Nikolaus Koliusis und Heinz W. Hallmann (Landschaftsarchitekt BDLA)

Siegerentwurf des Gestaltungswettbewerbs

© Arbeitsgemeinschaft: Ursula Wilms (Architektin BDA), Nikolaus Koliusis und Heinz W. Hallmann (Landschaftsarchitekt BDLA)


Aus der Pressemitteilung vom 23. November 2012
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten


"Die Arbeitsgemeinschaft bestehend aus Ursula Wilms (Architektin BDA) mit Nikolaus Koliusis und Heinz W. Hallmann (Landschaftsarchitekt BDLA) aus Berlin hat mit ihrem Gestaltungskonzept den 1. Preis des vom Land Berlin in Abstimmung mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ausgelobten Gestaltungswettbewerbs „Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde am Ort der Planungszentrale, Tiergartenstraße 4 in Berlin“ gewonnen. Die Realisierung und Fertigstellung ist für 2013 geplant, die Mittel in Höhe von bis zu 500.000,00 € stellt der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Verfügung.

Hintergrund des Gestaltungswettbewerbs ist der am 10. November 2011 vom Deutschen Bundestag gefasste Beschluss, auf dem historischen Areal Tiergartenstr. 4, dem  heutigen Vorplatz der Philharmonie, einen „Gedenkort für die Opfer der NS-Euthanasie-Morde" zu errichten.

In der Berliner Tiergartenstraße 4 befand sich ab April 1940 die Planungszentrale, die unter dem Decknamen "T4" oder "Aktion", den Massenmord an Patienten aus Heil-und Pflegeanstalten im Deutschen Reich initiierte, koordinierte und durchführen ließ.

Ziel ist es, an diesem Ort der Täter über die Dimension des Verbrechens, den geplanten Massenmord an kranken und behinderten Menschen, auch nachfolgende Generationen zu informieren und an die Opfer zu erinnern.

Mit hohem bürgerschaftlichem Engagement hatte sich eine Vielzahl von Initiativen, Privatpersonen, Institutionen, Stiftungen  und Verwaltungen im Rahmen des von der Stiftung Topographie des Terrors initiierten "Runden Tisches T4" über mehrere Jahre für die würdige Gestaltung dieses Gedenk- und Informationsortes eingesetzt. Ausgangspunkt war die seit 1989 an diesem Ort eingelassene Bronzetafel zum Gedenken an die Opfer.

Zum Wettbewerb waren nach einem offenen internationalen Bewerberverfahren 30 Arbeitsgemeinschaften eingeladen worden, davon hatten 28 ein Gestaltungskonzept eingereicht.

Die Entscheidung des Preisgerichts wurde unter Vorsitz von Prof. Donata Valentien mit Beteiligung von Kulturstaatssekretär Herrn André Schmitz und Frau Berggreen-Merkel vom Beauftragten für Kultur und Medien am 23. November 2012 mit großer Mehrheit gefasst.

Das Konzept von Ursula Wilms (Architektin BDA) mit Nikolaus Koliusis und Heinz W. Hallmann (Landschaftsarchitekt BDLA) sieht vor, auf einer zur Mitte leicht geneigten dunklen Fläche aus anthrazitgefärbtem Betonbelag eine transparente hellblaue Glaswand zu setzen. Die Glaswand,  "deutet die Richtung aus dem dunklem Grund zum Himmel hin an" und steht sinnbildlich für die Verbindung des Betrachters zu den durch die NS-"Euthanasie" zwar physisch getöteten aber durch unser Nicht-Vergessen und Erinnern doch weiter lebenden Menschen." Die geometrische, lineare Gliederung des Gedenk- und Informationsortes wird durch eine langgezogene Bank zum bestehenden Mattern-Garten und ein Pult für die Informationsvermittlung gebildet.

Das Preisgericht hebt hervor, dass der Gedenk- und Informationsort sich wie selbstverständlich in die landschaftliche und städtebauliche Umgebung einfügt, sich nicht aufdrängt und doch, durch die lange hellblaue Wand, ein markantes Zeichen setzt.

Die hellblaue Glaswand lässt Assoziationen zu ohne falsches Pathos aufkommen zu lassen. Sie wirft Fragen auf nach der Beziehung zwischen Opfer und Täter, zwischen gestern und heute, zwischen dem Boden und dem Himmel.

Gedenkplatte von 1989

Der Entwurf sieht vor, die Gedenkplatte an ihrem ursprünglichen Ort zu belassen und in eine Rasenfläche einzubetten.


Mit dem 2. Preis ist der Entwurf von Yves Dreier (Dreier Frenzel Architektur + Kommunikation) mit Susanne Muller und Axel Klapka (k1 Landschaftsarchitekten) aus Lausanne, mit dem 3. Preis die Arbeit von Dagmar von Wilken (Ausstellungsgestaltung) mit Jens Henningsen Landschaftsarchitekten aus Berlin ausgezeichnet worden.

Mit Ankäufen wurden die Entwürfe von Martin Bennis mit Weidner Händle Atelier, Prof. Dr. Frank Lohrberg (Lohrberg Stadtlandschaftsarchitektur) aus Berlin und Frank Dölle, D+S Architekten mit Frèdèric Guille und Birgit Hammer Landschaftsarchitektur, Berlin und Horst Hoheisel mit Andreas Knitz (RAUMSTATION) mit Christian Feustel (stadt-land-see) Kassel

prämiert.


Gestaltung der Inhalte am Gedenk- u. Informationsort "Tiergartenstraße 4"
Ein DFG gefördertes Erkenntnistransfer-Projekt der Technischen Universität München und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas übernimmt die Gestaltung der Inhalte.


Gedenkplatte von 1989

Der Entwurf sieht vor, die Gedenkplatte an ihrem ursprünglichen Ort zu belassen und in eine Rasenfläche einzubetten.

Die Platte soll durch einen Plattenweg unmittelbar mit dem neuen Gedenk- und Informationsort verbunden werden. 


Home | NS "Euthanasie" | Annas Geschichte | Genealogie | Hirschberg                                                      Seitenanfang