Alle Europäer stammen von sieben Urmüttern ab

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Urmütter

Sieben Urmütter vs. Rassenideologie

Bryan Sykes, Professor für Humangenetik der Universität Oxford, hat herausgefunden, dass alle Europäer vermutlich von sieben Urmüttern abstammen, die vor rund 45.000 Jahren lebten. Er testete das Erbmaterial (DNA) von 6000 Europäern und kam zu dem Schluss, dass es nur sieben Grundmuster gibt. Es scheint so, als ob alle sieben "Ur-Evas" sich auf eine Afrikanerin aus der so genannten Lara-Familie zurückverfolgen lassen.

Abstruse rassenbiologische Ideen führten dazu, dass in der nationalsozialistischen Zeit die angebliche Überlegenheit der "Herrenmenschen " über die "Untermenschen" propagiert wurde. Schrecklicher Schlusspunkt dieser Ideologie war die "Euthanasie": Menschen, die als "erbminderwertig" galten, wurden als „lebensunwert“ klassifiziert und ermordet. Die Verbrechen waren Ausdruck einer bis zum letzten getriebenen Radikalisierung und Pervertierung weit verbreiteter Einstellungen und Haltungen gegenüber den »Andersartigen«. Dahinter stand ein mit Nützlichkeitsdenken verbundenes zutiefst rassistisches Menschenbild.           

Nicht nur die Forschungsergebnisse von Bryan Sykes zeigen, dass es keinen Grund gibt, sich wegen seiner Abstammung besser oder schlechter als andere zu fühlen. Eigentlich sind wir doch alle irgendwie miteinander verwandt.

Meine Enkelkinder wurden wie ihre Eltern in Berlin geboren. Ihre Vorfahren stammen aus verschiedenen Teilen Deutschlands, aus dem Westen und Osten, aus dem Norden und Süden Europas und wer weiß woher. Darunter gab es Bauern, Handwerker, Gastwirte, Künstler, Arbeiter, Apotheker, Lehrer und viele Professionen mehr. Manche Vorfahren waren groß und dünn, andere klein und dick und noch andere sahen völlig anders aus. Die Farbe ihrer Augen war blau, braun, grün oder bunt gemischt. Ihre Haare waren blond, braun, schwarz, rot, glatt, kraus oder sonst irgendwie. Sie hatten Stärken und Schwächen - auch gesundheitliche. Ihre Temperamente und Charaktere waren so unterschiedlich wie Tag und Nacht.

Kurz und gut, unsere Familie besteht - wie jede Familie - aus einer bunten Mischung von Individuen mit verschiedenen Anlagen, Fähigkeiten und Neigungen, deren Entwicklungen von zahlreichen äußeren Einflüssen geprägt wurden und werden. Jeder einzelne hat und hatte eine unverwechselbare Persönlichkeit.

Doch eins ist gewiss - trotz aller Unterschiedlichkeiten haben wir alle denselben Wert, und uns allen ist eins gemeinsam: die angeborene Menschwürde.

Als Reaktion auf ihre massive Missachtung im Nationalsozialismus wurde die Menschenwürde nicht von ungefähr als oberste Norm im deutschen Grundgesetz verankert: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." (GG Art. 1, Abschn. 1)


Wenn man sich in der endlosen Reihe der Vorfahren sieht, wird einem bewusst, wie staubkornklein die eigene Existenz ist. Den folgenden Aphorismus von einem unbekannten Autor finde ich nachdenkenswert: An seinen Vorfahren kann man nichts ändern, aber man kann mitbestimmen, was aus den Nachkommen wird. (S. Falkenstein)


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