Genealogie Familien Lehnkering aus Diepholz und Schmidt aus Hirschberg
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Genealogische Daten

Familie Lehnkering aus Diepholz
Als mein Vater mich vor Jahren bat, die Daten, die er über seine Familie gesammelt hatte, zu digitalisieren, war ich nicht auf die Fülle von Informationen gefasst. Mithilfe des
Genealogieprogramms GENprofi hatte ich am Ende die Daten von mehr als 350 Vorfahren erfasst.

Sie waren größtenteils Nachkommen des Heinrich Lehnkering und seiner Frau Catrina, die um 1600 in Diepholz und Willenberg bei Bremen gelebt hatten. Die väterlichen Vorfahren meines Vater lebten in der Moorlandschaft Nord-Westdeutschlands, in Holland, im Ruhrgebiet und am linken Niederrhein. Die Orte heißen Diepholz, Arnheim, Duisburg, Ruhrort, Oberhausen, Sterkrade, Mülheim an der Ruhr, Neukirchen, Rayen und Rheurdt.  

Nachkommentafel des Stammvaters Heinrich Lehnkering aus Diepholz

(ohne die noch lebenden Nachfahren)

Familie Sommer aus Züllichau

1901 Familie Sommer in Essen-Carnap

Es gibt zahlreiche genealogische Verflechtungen, unter anderem mit den Vorfahren meines Vaters mütterlicherseits. Die Familie meiner Großmutter Anna Lehnkering, geb. Sommer (1887-1966) hat Wurzeln in Züllichau in Brandenburg (heute Sulechow in Polen), Skampe, Neumark in Brandenburg, Harpersdorf in Schlesien (heute Rochow), Armenruh, Kreis Goldberg–Haynau, Gut Taschenhof bei Harpersdorf, Mondsee und Goisern bei Bad Ischl in Österreich, Düsseldorf, Atteln, Essen Carnap und anderen Orten Westfalens.

Vorfahrentafel meiner Großmutter (Familie Sommer)

Familie Schmidt aus Hirschberg im Dillkreis

Im Laufe der Zeit habe ich auch Daten über die Familie meiner Mutter gesammelt und digitalisiert. Die Datenbank der Familien Schmidt und Lehwalder umfasst mehr als 170 Personen und reicht zurück bis Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Vorfahren meiner Mutter waren sehr sesshaft und lebten viele Generationen lang in dem kleinen hessischen Dorf Hirschberg (Dillkreis) im Westerwald. Die Orte, aus denen die Zugezogenen kamen, waren selten weiter als zehn Kilometer von Hirschberg entfernt. Sie hießen Ballersbach, Haiern, Driedorf und Seilhofen. Am weitesten entfernt war das Dorf Gemünden im Kreis Usingen, aus dem der Großvater meiner Mutter, Johann Lehwalder, stammte. Angesichts dieser Sesshaftigkeit war es etwas ganz Besonderes, dass mein Großvater Friedrich Schmidt 1904 als Soldat des Kaisers nach Afrika aufbrach.

Vorfahrentafel meiner Mutter Schmidt/Lehwalder

Das Leben meiner Großeltern Martha und Fritz

Familiengeschichte - ein Puzzle

Stammbaum der Familie Lehnkering / SommerDie eigentlichen Datenbanken, die hier nicht veröffentlicht werden, bestehen aus Vor- und Familiennamen, Geburts- und Sterbedaten, Angaben zur Religion, sowie Geburts- und Sterbeorten. Manchmal sind auch Berufe, Taufdaten etc. genannt. Trotz der Datenfülle ergaben sich daraus aber nur sehr allgemeine Rückschlüsse auf das Leben meiner Vorfahren. Zusätzliche Informationen über die Zeiten und Räume, die ihr Leben beeinflusst haben, suchte und fand ich in Geschichtsbüchern, regionalen Chroniken und anderen historischen Abhandlungen.

Auf Annas Spuren

Doch trotz allem blieb das Gesamtbild für mich lange Zeit eher diffus und sagte nur wenig über das individuelle Leben Einzelner aus. Das änderte sich erst 2003, als ich per Zufall den Namen meiner Tante Anna Lehnkering auf einer Liste von Opfern der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Verbrechen fand.

Wie in vielen betroffenen Familien hatte man die Geschehnisse auch in meiner Familie jahrzehntelang verschwiegen - Spiegel eines gesamtgesellschaftlichen Prozesses von Verdrängen, Vertuschen und Verleugnen der Verbrechen. Entsetzt über das Unrecht und Leid, das man Anna zugefügt hatte, fing ich an genauer zu recherchieren, um hinter abstrakten Zahlen und allgemeinen Fakten einen einzelnen Menschen sichtbar zu machen.

Im Verlauf meiner Spurensuche gelang es mir, die erschütternde Lebensgeschichte meiner Tante aus vielen kleinen Puzzleteilen zusammenzusetzen. Dabei habe ich nicht nur eine Menge über Anna und unsere Familie erfahren, sondern auch über die Geschichte und die Gesellschaft unseres Landes.

All das habe ich in dem 2012 erschienen Buch Annas Spuren - Ein Opfer der NS-"Euthanasie" verarbeitet.


Siehe auch


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