Dorfchronik von Hirschberg im Dillkreis

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Hirschberg

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Hirschberg 1909

Hirschberg 1909

Hirschberg 1915

Hirschberg 1930

Hirschberg 1930

Hirschberg im Dillkreis 2004

Hirschberg 2004
© H. Wengenroth

Hinten links der heute bebaute Heisterberg, von dem aus die historischen Fotos gemacht wurden

Dorfchronik ab 1351
Hirschberg b. Herborn im Dillkreis

Die Schreibweise des Ortsnamens hat verschiedene Abwandlungen erfahren.

Die ältesten Urkunden (1351, 1398) erwähnen Hisperg, Hirßberg und auch Hirtzberg, bis etwa ab 1686 nur noch die heute gebräuchliche Form Hirschberg Anwendung findet. Die Deutung ist recht einfach: Jedenfalls geht die erste Silbe des Namens auf das hochdeutsche Wort hiruz (Hirsch) und auf das mittelhochdeutsche hirz (Hirsch) zurück. Die zweite Silbe: althochdeutsch berg, mittelhochdeutsch berc = Berg.

Der bekannten Ersterwähnung einer kleinen Siedlung mit Kapelle im Jahr 1351 folgt im Herborner Bederegister von 1398 ein weiterer urkundlicher Beleg über ihr Vorhandensein mit zwei namentlich überlieferten steuerpflichtigen Einwohnern.

Ein im Jahr 1507 genannter Hof, der Eigentum der Spricasten von Waldmannshausen war, war vermutlich dem Grafen von Dillenburg nicht abgabepflichtig, da der Besitz zu einer freien Adelsfamilie gehörte. Dieser Hof ist wahrscheinlich während der ersten Jahrzehnte des 30-jährigen Krieges verschwunden, die Ländereien kamen durch Kauf, Tausch oder Erbschaft in den Besitz des Grafen von Dillenburg, und die Fürstin Anna Auguste ließ im Jahre 1641 in Hirschberg einen herrschaftlichen Hof erbauen. Die wenigen Familien (etwa 5 - 8) waren zu Hand- und Spanndiensten verpflichtet. Der 30-jährige Krieg mit Pest und Plünderungen gingen nicht spurlos vorüber, und die mittelalterliche Erscheinung der Hexenprozesse brachte auch vier Hirschberger Einwohner/innen auf die Scheiterhaufen nach Herborn.

Als im November des Jahres 1715 sämtliche Gebäude des oben genannten Hofes in Schutt und Asche fielen, wurde unmittelbar danach (also 1716) der Hof wieder aufgebaut.

Im Jahre 1728 hatte das Dorf neben dem Hofpächter noch 11 Haushaltungen. 120 Morgen Land gehörten zum Hof, das übrige Land war in Privatbesitz.

Das Jahr 1728 war für das Dorf in zweifacher Hinsicht von besonderer Bedeutung: Es brachte die kirchliche Trennung von Fleisbach-Merkenbach und die Zuteilung nach Herborn (bis 1956) und in diesem Zusammenhang auch die schulische Trennung von Merkenbach. Hirschberg bekam einen eigenen Lehrer, die erste Hirschberger Schule (jetzig: „alte Schule“) wurde gebaut. Zu einer für die Dorfbevölkerung entscheidenden Maßnahme kam es ihm Jahr 1792: Das herrschaftliche Hofhaus hörte auf als solches zu bestehen und ging durch Kauf in den Besitz der Gemeinde über. Die etwa 120 Morgen große Fläche der Ländereien wurde an 14 Erbleihpächter verpachtet.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ging das Hofhaus durch Kauf in Privatbesitz über, die Erbleihe wurde abgelöst, und die Grundstücke wurden Eigentum der Erbleihpächter.

Jahrzehntelang hatte das Dorf den Charakter eines kleinen Bauerndorfes, dessen Bevölkerung sich recht und schlecht von dem Ertrag des Grund und Bodens ernährte. An kargen Zeiten hat es nicht gefehlt.

Eine strukturelle Wandlung begann in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, als in der Industrie des Dillgebietes neue Arbeitsstätten entstanden und viele Männer die Gelegenheit wahrnahmen, auswärts zur Arbeit zu gehen. Nebenbei wurde die kleine Landwirtschaft weitergeführt. Oft mussten die Frauen den Großteil der Arbeit leisten.

1851 wurde der Dorfbrunnen angelegt. 

Im Jahre 1904 wurde die „neue Schule“ erbaut, nachdem die alte Schule annähernd 200 Jahre als „Schulhaus, Backhaus, Leiterhaus und Schmiedhaus“ in Dienst der Gemeinde gestanden hatte.

Bei Beginn des 1. Weltkrieges (1914) gab es nur noch 4 bis 5 rein landwirtschaftliche Betriebe. An selbständigen Handwerksbetrieben (alle mit Landwirtschaft!) gab es eine Schmiede, eine Schuhmacherei, eine Wagnerei und einen Waagenbaubetrieb.


Die Veröffentlichung des Textes erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Heiko Wengenroth, der die geschichtlichen Informationen mit Jörg Schmidt zusammengestellt hat. Sie stammen aus dem Dorfbuch des langjährigen Hirschberger Lehrers Atzbacher. 

Chronologische Übersicht über einige für die dörfliche Entwicklung und das dörfliche Leben wichtige Jahreszahlen (aus diversen Unterlagen zusammengestellt):

1351

Erstmalige Erwähnung, schon vorhandene Kapelle

1398

Hisperg (nach Sturmfels (Ortsnamen Nassaus)), Hirßberg (nach C.D. Vogel)

1507

Hirtzberg (nach dem Kirchenbuch Fleisbach)

Ein Hof, der den Spricasten von Waldmannshausen gehörte, eine Adelsfamilie, die auch Patronatsherrin der Kapelle war

1630

(29.1.) 2 Einwohner bei Hexenverfolgung in Herborn auf dem Scheiterhaufen verbrannt

(5.3.)   2 Einwohner bei Hexenverfolgung in Herborn auf dem Scheiterhaufen verbrannt

1637

Einpfarrung nach Fleisbach, Anlage des ersten Hirschberger Friedhofs bei der Kapelle (vorher wurden die Toten auf dem gemeinsamen Friedhof des Kirchspiels Herborn begraben

1641

Erbauung eines herrschaftlichen Hofes durch die Fürstin Anna Auguste von Nassau-Dilbg

1667

Hirsperg

1681

Hirßberg

1715

(21.11.) Herrschaftliche Hof durch Feuer vernichtet, aber gleich wieder aufgebaut

1728

12 Haushaltungen, davon einige Namen: Becker, Hauß, Kämpfer, Lang, Lutz, Meckel, Prester, Schaaf, Schmit;

kirchliche Trennung von Fleisbach und Zuteilung nach Herborn. schulische Trennung von Merkenbach, Hirschberg erhält seinen eigenen Schulmeister (Wahrscheinlich Erbauung der alten Schule)

1761

Renovierung der Kapelle („Dieß gottes Haus ist erneuert und renoviert im Jahre 1761 den 13 jungus.“)

1785

Ein lange geführter Streit um Viehtriebsgerechtigkeiten kam zum vorläufigen Abschluß. Die Gemeinden Fleisbach, Guntersdorf, Merkenbach und Hirschberg erhielten „am Endseifen“ ein gemeinsames Stück Viehweide. Spätere Unstimmigkeiten deswegen wurden erst 1845 endgültig bereinigt

1786

In Hirschberg lebten in 12 Familien: 13 Ehepaare, Kindern, Jugendlichen und 4 Wittiben und 1 Wittiber. Dies waren zwischen 70 bis 80 Personen

1792

Das herrschaftliche Hofhaus ging durch Kauf für 1890 Gulden in den Besitz der Gemeinde über. Die etwa 120 Morgen Land wurden in Form einer Erbleihe an 4 Erbleihpächter verpachtet.

1797

(16.12.) Wegen des Revolutionskrieges musste „... der Vorstand und sämtliche Gemeindeglieder der Gemeinde Hirschberg zur Bezahlung französischer Kriegskosten Dreihundert Sieben und Sechzig fl aufgenommen“ werden.

1823

Hirschberg zählt 100 Einwohner

1835

(26.2.) Vertrag über die Feuerspritzenvereinigung mit Hörbach und Merkenbach. Die gemeinsame Feuerspritze war in Hörbach stationiert

1837

Wurde der Weg von Hirschberg am Schildberg vorbei nach Merkenbach angelegt 1840 (20.2.) 2 Häuser und 2 Scheunen wurden durch einen Brand eingeäschert (die Anwesen Kämpfer und Späth)

1843

bestand das Dorf aus 25 Häusern und den entsprechenden Wirtschaftsgebäuden; es zählte 36 Familien mit 151 evangelischen Personen

1845

(19.3.) Unterzeichnung eines Vertrages zur Regelung der Viehtriebsgerechtigkeit, in dem die „Markweide„ auf 4 Gemeinde entsprechend des durchschnittlichen  Viehbestandes der letzten 10 Jahre (110 Stück Vieh für Hirschberg) durch der Schultheißen Dietrich, den Vorstehern Johann Jost Schaaf und Philipp Kreuter.

1847

Errichtung des Backhauses, nachdem das in der alten Schule untergebrachte Backhaus nicht mehr verwendungsfähig war.

1850

Erstes Wirtshaus im Kehls Haus gegenüber der Kirche aus dem Protokoll der Gemeinde vom 26. Mai 1850 (von 1984-1985  hatte Hirschberg 3 Gaststätten Brenneke, Dietrich und Schmidt)

(8.1.) 24 Viehbesitzer unterschreiben einen Vertrag und bilden eine Viehassekuranz.

1851

(10.2.) Man beschließt eine Brunnenleitung zu legen; für Brunnen und Leitung musste man 100 Gulden aufnehmen.    

1859

Zu Ehren des 100. Geburtstages des Dichters Friedrich Schiller pflanzte die Schuljugend „im Grübchen“ die Schiller-Eiche. Leider wurde der Baum am 26. Mai 1966 durch Blitzschlag völlig zerstört. 

1860

Hirschberg verfügt  über eine kleine Feuerspritze, 230 m Schläuche, einen Wasserzubringer und einen Apparat zum Trocknen der Schläuche. Fünf Brandweiher standen zur Verfügung: 1. untig dem Dorf, 2. aufm Kiß, 3. ufm Gramberg, 4. oben im Dorf, 5. mitten  im Dorf am Backhaus. 

1860

Erneuerung der Kapelle

1863

Der neue Friedhof wird „auf dem Waasen“ angelegt.

1864

Die Gemeindeschmiede, die in der alten Schule untergebracht war, wurde aufgehoben, sämtliches Schmiedegeschirr kaufte der Schmied Konrad Kämpfer von der Gemeinde für 48 Gulden.

1870/71

 Wilhelm Schaaf und Reinhard Dietrich waren während des deutsch-französischen Krieges Soldaten

1870 u. 1877

 wird das Leiterhaus und das Spritzenhaus auf dem unteren Teil des alten Friedhofes errichtet

1900

(3.11.) Die Gemeindeversammlung beschließt eine Vergrößerung des Todtenhofes

1902

 

(14.10.) Festlegung des Baubeginns der Schule, nachdem zunächst der Antrag der   Königlichen Regierung wegen Geldmangel und Bedürftigkeit abgelehnt wurde.

1904

(19.10.) Einweihung des Schulgebäudes

1905

erste Straßenbeleuchtung durch 2 Petroleumlaternen, eine am Spritzenhaus und eine an der alten Schule, für deren Instandhaltung, Anzünden und Auslöschen der Polizeidiener Wilhelm Blecker eine jährliche Sondervergütung von 5 Mark erhielt 

1907

Gründungsjahr des Gesangvereins „Germania“

1914

22 Männer wurden zum Kriegsdienst eingezogen, von denen sechs an der Front fielen,  zwei starben unmittelbar nach dem Krieg an Kriegsfolgen und zwei kehrten 1919 aus englischer Kriegsgefangenschaft zurück

1921

(19.6.) Einweihung der Gedenkstätte für die Gefallenen des 1. Weltkrieges

(8.12.) Zum ersten Mal brannte das elektrische Licht

1925

(16.6.) Scheune Debus durch Blitzschlag eingeäschert

(20.8.) Gründung der freiwilligen Feuerwehr

1926

Umbau der Kapelle

1927

Bau der Wasserleitung die Kosten 28000 Mark.

1929

(Frühjahr, Sonntagmorgen) Brand des Dachstuhls der Kämpfer’schen Schmiede

1930

(21.1.) Die Kraftpost nahm die Strecke Herborn - Guntersdorf über Merkenbach - Hörbach - Hirschberg in Betrieb

Anlegung des Sportplatzes am Schildberg durch den freiwilligen Arbeitsdienst, der aus arbeitlosen Einwohnern bestand, die von der Gemeinde gegen Entgelt beschäftigt wurden

1933

Auflösung des Sportvereins, der seit 1925 bestanden hatte

1938

Erste Milchlieferung nach Herborn

1945

(27.3.) Kampfhandlungen in Dorfnähe, amerikanische Panzer und andere Militärfahrzeuge fahren durchs Dorf in Richtung Merkenbach

1946

Aufnahme von 60 Heimatvertriebenen durch 19 Familien; höchste Einwohnerzahl 286

1949

( 13.8.) Hirtenfest Wilhelm Blecker 50 Jahre Hirte in Hirschberg

1956

Umfangreiche Renovierung der Kapelle

(1.7.) Ausscheiden aus dem Herborner Kirchenspiel und bildet mit Hörbach und Guntersdorf die selbständige Kirchengemeinde Hörbach. 

1957

(1.6.-3.6.) 50jähriges Jubiläum des Gesangvereins

1963

Baubeginn des Feuerwehrhaus

(1.4.) Umschulung der Schulkinder 5.-8. Schuljahr von Hirschberg nach Merkenbach

1965

(1.4.) Umschulung der Schulkinder 3.-4. Schuljahr von Hirschberg nach Merkenbach

(21.11) Einweihung des Mahnmals für die Gefallenen des 2. Weltkrieges.
14 aus Hirschberg stammende Männer kehrten nicht in die Heimat zurück.

1966

(26.5.) Blitzschlag zerstört Schiller-Eiche „im Grübchen“

Einweihung des Gerätehauses und Anschaffung des ersten Löschfahrzeugs

(1.12.) Umschulung der Schulkinder 1.-2. Schuljahr von Hirschberg nach Merkenbach

1970

Legen Hirschberger den heutigen Spielplatz an (Straße am Spielplatz)

(19.8. Mi.) 1. Kreissieger, 1. Bezirks- und Gebietssieger und 2. Landessieger bei „Unser Dorf soll schöner werden.“

1971

(14.7. Mi.) Gebietskommission „Unser Dorf soll schöner werden" nimmt Hirschberg unter die Lupe 

(2. u.3. 10.) Fest anlässlich des Sieges aus „Unser Dorf soll schöner werden“

1972

(21.10) Übergabe des neuen TSF für die Feuerwehr

1979

(9.5.) Zerstörung der Grillhütte durch Brand

1981

(24.1.) Scheunenbrand bei Karl Schönling

1983

(22.2.) Scheunenbrand bei Willi Debus

1989

Zur Sonnenwende wird das Hirtendenkmal gesetzt

1990

Wird der Landfrauenverein gegründet (17 Gründungsmitglieder)

1991-1992

Bauarbeiten der Durchfahrtsstraße, Wasserleitungen, Abfluss und Stromleitungen wurden neu verlegt,

wodurch sich das gesamte Ortsbild ändert;

die alte Teerdecke wird komplett erneuert, zum Teil auch durch Pflastersteine

1993

Dorffest mit den Landfrauen, dem MGV und der Feuerwehr (Anlass ist die Fertigstellung der Straße)

1999

Der Stern von Hirschberg entsteht; der Grundgedanke ist, in das Jahr 2000 zu leuchten

2000

Die Feuerwehr feiert ihr 75-jähriges Bestehen vom (01. – 03. September)

2001

Umfangreiche Renovierung der Kirche

Hirschberg feiert seine urkundliche Erwähnung; die Ortsvereine setzen einen Gedenkstein am 14. Juni 2001, um an das 650 jährige Bestehen zu erinnern

Die Wasserversorgungsleitung vom Hochbehälter zum Höhenweg wird nach 74 Jahren erneuert

2002

Die Pflastersteine im Kurvenbereich bei der Kirche haben sich immer wieder gelöst und werden durch eine Teerdecke ersetzt

(September) Hirschberger und Merkenbacher Bürger feiern 25 Jahre Gebietsreform

Ist der Stern aus Dachlatten durch ein verzinktes Stahlgerüst ersetzt worden

2003

(30.05.) Lina Becker feiert ihren 100sten Geburtstag

(02.06.) Wurde Hirschberg von starkem Regen heimgesucht, so dass der Brandweiher übergelaufen ist und das Wasser noch in die Straße Am Spielplatz abgelaufen ist. Einige Keller standen unter Wasser.

(23.08.) Feuerwehr und Gesangverein laden zum 25 jährigen Jubiläum der Hirschberger Grillhütte ein

(02.12) Am Denkmal unter der Kirche wird ein Tor gesetzt

2004

(22.03 - 26.03) Ein Graben zum Hochwasserschutz wird im Greifensteiner Weg angelegt

(19.04 - 15.05) Hirschberger legen einen Lehrpfad über die Viehweide an

(29.07.) Hirschberg wird in der Hessenschau "gezogen" bei "Aufbruch in den Alltag"; der Filmbeitrag wurde am 31. Juli ausgestrahlt

(07.08.) Einweihung vom Panoramaweg durch den Ortsvorsteher Matthias Schönling

(16.08.) Dankschreiben vom Bürgermeister Hans Benner für die Errichtung des Panoramawegs

(26.08) Feuerwehreinsatz Ölspur von 200 m Länge durch Hirschberg

(10.09) Feuerwehreinsatz am Grillhüttenweg Kiefernbrand im Bereich der Hölle

Anfang November wird die Urnenwand am Friedhof aufgestellt

2005

(21.01) Hirschberg wird von starkem Regen heimgesucht, unser Feuerwehrhaus und der Keller im Greifensteiner Weg 8 standen wieder (02.06.2003) unter Wasser

(23. - 25.05.) Der Vorfluter im Greifensteiner Weg wird zum Hochwasserschutz erhöht

(24.05.) Eine über 20 Meter hohe Fichte auf dem Friedhof  wird gefällt; sie hatte hinter der Leichenhalle gestanden;
im Denkmal wird eine etwa 5 Meter hohe Fichte gefällt; sie stand an der Kirche

(30.05.) Lina Becker feiert als älteste Bürgerin von Herborn ihren 103. Geburtstag

2006 

(19.08.) Am Panoramaweg wird der Teich auf der Viehweide vergrößert

(17. 09) Hochwasser an der Dill, Feuerwehr Hirschberg ist in Herborn, Ehringshausen und Dillenburg im Einsatz und erhält Dankschreiben vom Landrat und Bürgermeister aus Ehringshausen

2007 

(18.01.) Orkanböen (Kyrill) ziehen über den Ort. Bäume stürzen um, auch auf die Stromversorgung, Dächer werden beschädigt. Feuerwehr hat dadurch 3 Hilfe-Leistungseinsätze im Ort. In den Wochen danach werden im Ort einige Fichten gefällt.

Seit wir Hirschberger Mitte Januar erfahren, dass ein Sendemast (E-Plus) auf der „Schönen Aussicht“ errichtet werden soll, kämpfen wir gegen den Bau. Ein neuer Standort wird über der Viehweide vorgeschlagen, ein Bauantrag besteht dafür aber noch nicht

(26.01) Erste Urne ist in der Urnenwand beigesetzt (Helmut Stahl)

(08.03.) Demo gegen Funkmast in Herborn ca. 30 Hirschberger beteiligen sich

(30.05.) Lina Becker feiert als älteste Bürgerin von Herborn ihren 104. Geburtstag (gestorben 29. Februar 2008)

Vorschlag, am Schildberg einen Friedwald einzurichten (hinter der Grillhütte von Hirschberg)

2008

(Mai) Hirschbergs Rentner restaurieren Bänke und fertigen neue an rund um die Koppe

(07.06. - 10.06.) Feuerwehr, Landfrauen und Männergesangverein fahren zusammen nach Berlin (40 Personen)

(14.08.) Der Haupt- und Finanzausschuss (Stadt Herborn) stimmt für den Friedwald bei Hirschberg

(31.08.) Gemeindepfarrer Norbert-Hans Kirr wechselt nach 17 Jahren die Gemeinde

(01.12.)  "Der Stern" zum neunten Mal, die Hessenschau ist zu Gast

2009

(01.04.) Gemeindepfarrer Thomas Gessner tritt sein Amt an

(14.10.) Friedwald wird eröffnet

(22.12.) Feuerwehreinsatz Rohrbruch durch Frost in der Lindenstraße 9 

(31.12.) Landfrauenverein löst sich nach 19 Jahren auf

2010

(April) Straßenbeleuchtung wird von 0:30 Uhr - 3:30 Uhr ausgeschaltet

(17.06.) Funkmast wird am Hirtendenkmal aufgestellt (Baubeginn im Mai)

(Sommer) Erdkabel zur Stromversorgung wird von Merkenbach nach Hirschberg und weiter nach Guntersdorf  gelegt,  mit einem Leerrohr was für DSL verwendet werden kann.

(November) Vorschlag der Stadtverordneten zur Zusammenlegung der Stadtteilfeuerwehren,
kurz nach dem Vorschlag, die Bürgerhäuser der Stadt zu schließen

Fast 1 Meter Schnee in einem Jahr. Im Januar und Dezember gab es je 40 cm Schneehöhe und zwischendurch schneite es auch

(15.12.) Bürgerliste zur Ortsbeiratswahl, 8 Hirschberger stellen sich zur Wahl,
der Ortsbeirat besteht seit 2008 noch aus 2 Personen

2011

(19.01.) Stadtverordnetenversammlung lehnt die Zusammenlegung der Feuerwehren mit nur 2 Gegenstimmen ab

(März) Stromleitung (Überlandleitung) von der Klaasemühle durch den Langen Grund, wird abgebaut. Ist 2010 durch das Erdkabel ersetzt worden.

(10. Mai) Ortsbeirat wird gewählt und besteht aus 5 parteilosen Hirschbergern

(September) Feuerwehrhaus und Grillhütte werden im Auftrag der Stadt gestrichen.

(Oktober) Kreisstraße zwischen Hirschberg und Guntersdorf wird geteert.

Dank an Heiko Wengenroth, der die Dorfchronik bis 2011 mit Informationen versorgte!

Ab dem 1. Januar 2012 wird die Hirschberger Chronik durch Klaus Brandenburger weitergeführt.

2012 (14. April): Einem Aufruf des Ortsbeirats zu Ausbesserungsarbeiten am Panoramaweg auf der Viehweide folgen
21 freiwillige Helfer.
2013

(August): Durch den „Langen Grund“  wird Hirschberg an die Breitband-versorgung angeschlossen. Dank DSL (Digital Subscriber Line) können die Bürger jetzt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Internet surfen.

(28. Dezember): Letzter traditioneller Grenzgang des MGV „Germania“ 1907 Hirschberg.

2014 (9. August): Zum zehnten Mal feiern die Hirschberger „En schiene Doag“ an Backhaus und Dorfbrunnen. Anlass dieser Geselligkeit war ein Besuch des Hessischen Rundfunks (hr) im Rahmen der Hessenschau-Serie „Aufbruch in den Alltag“ (AidA) Ende Juli 2004.
2015

(1. Januar): Frauenpower in der Hirschberger Feuerwehr: Mit Ulrike Schönling, Silvia Weigel-Plan, Melanie Klingelhöfer, Bianca Dietrich, Heidrun Brandenburger und Sigrun Kammans verstärkten sechs Frauen die bis dahin geschwächte Einsatzabteilung. Somit stellten sich insgesamt 17 Feuerwehr-frauen und –männer für den ehrenamtlichen Einsatz für die Allgemeinheit zur Verfügung.

(26. Januar): Im Alter von 81 Jahren verstarb Werner Schönling (*03.03.1933). Herr Schönling war 24 Jahre lang (von 1977 bis 2001) Ortsvorsteher des Herborner Stadtteils Hirschberg. Weiterhin war er seit 2000 als Ortsgerichtsschöffe tätig. Für sein langjähriges politisches Engagement wurde ihm 1997 die Ehrenbezeichnung „Ehrenortsvorsteher“ sowie im Jahre 2000 der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen. Der Verstorbene war von 1981 bis 1986 1. Vorsitzender des MGV „Germania“ 1907 Hirschberg und ab dem Jahre 2000 dessen Ehrenmitglied.

(5. Juli): Feuerwehreinsatz wegen Gasaustritt im Kissweg bei Familie Peter Schneider (Korbflechter).             

(19. September): Die Freiwillige Feuerwehr feierte am und im Feuerwehr-gerätehaus im Greifensteiner Weg ihren 90. Geburtstag.

(November): Einbau eines Kopfsteinpflasters oberhalb des Dorfbrunnen / Zufahrt zur Schmiede / Backhaus durch das Tiefbauunternehmen Sen aus Burg.

(Oktober): Die beiden rüstigen Rentner Bruno Weigel und Werner Wengenroth errichteten in etwa 40 Arbeitsstunden ehrenamtlich eine neue Holzbrücke über den Grübchenbach am Panoramaweg.

(16. Oktober): Roland Kurth, Geschäftsführer der Firma Kurth und Heuser in Merkenbach, spendete für den Friedhof einen Brunnentrog mit Abstellgitter aus eigener Fertigung.

(Dezember): Der Dorfbrunnen wurde Sand gestrahlt und erhielt einen neuen Anstrich sowie einen neuen Wasserauslauf.

(2. Dezember): Eine Großleinwand für das Bürgerhaus (Maße: drei mal 2,50 Meter) spendete der Hirschberger Hans-Joachim Wittke.

(17. Dezember): Die Auszeichnung „Träger des Herborner Ehrentellers“ bekam Bruno Weigel durch die Stadt Herborn verliehen. Herr Weigel wurde für sein seit Jahrzehnten uneigennütziges, für das Allgemeinwohl geleistetes Engagement geehrt. Für über 20-jährige kommunalpolitische Mitarbeit wurde Christine Wiesenberg zum „Ehrenmitglied des Ortsbeirats“ ernannt.

2016

(20. Februar): Der Ehrenvorsitzende des MGV „Germania“ 1907, Herr Erwin Dietrich, Waagenbauer, verstirbt im gesegneten Alter von 94 Jahren.

(16. März): Der letzte Bürgermeister von Hirschberg (von 1968 bis 1976), Herr Egon Freund (*26.09.1940), entschläft im Alter von 75 Jahren. Der ehemalige Postbeamte war von 1976 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2004 als Geschäftsführer für den Abwasserverband Mittlere Dill tätig.

(22. März): Hirschberg ist entsetzt: Das Kreuz bei der Sitzgruppe am Panoramaweg steht nicht mehr an Ort und Stelle. Wie sich herausstellte, musste das von Klaus-Dieter Scheld im Jahre 2004 errichtete 2,80 Meter hohe Holzkreuz auf Anordnung der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) beim Landrat des Lahn-Dill-Kreises entfernt werden. Nach nun fast zwölf Jahren wurde von der Behörde festgestellt, dass das Christensymbol ohne baurechtliche Genehmigung aufgestellt wurde. Angeblich stellte das Kreuz einen „erheblichen, nicht genehmigten Eingriff in die Natur und Landschaft“ nach dem Bundesnaturschutzgesetz dar, so der UNB. In mehreren Leserbriefen äußern sich besorgte Bürger erbost über diese behördliche Anordnung.

(10. Mai): Ortsvorsteher Matthias Schönling wurde von den vier Ortsbeiratsmitgliedern einstimmig für weitere fünf Jahre zum Ortsvorsteher von Hirschberg gewählt. Herr Schönling – seit 2001 Ortsvorsteher – geht somit in seine vierte Wahlperiode.

(20. bis 29. Mai): Der 56. Hessentag fand in Herborn statt. Eine außerordentliche, sehr gut organisierte Veranstaltung, zu der bei hervorragender Witterung 940.000 Besucher strömten. „Der Hessentag hat Herborn zusammengeschweißt“, so ein einheimischer Gast. Die Hirschberger erstellten eine Lichterpromenade und einen Motivwagen.

(15./16. September): Der Schaukasten Lichterpromenade – von der Lichterluminale Hessentag – mit dem Kometen vom Motivwagen Hessentagsfestzug wurde in der Ortsmitte (ehemaliges „Müllersch Haus“) durch den Bauhof der Stadt Herborn aufgestellt. Am 29. September erstrahlte der Schaukasten bei Dunkelheit erstmals. Der Stromanschluss wurde von einer nahestehenden Straßenlaterne verlegt. Der über dem Schaukasten befindliche Komet wird während der Advents- und Weihnachtzeit per Lichterschlauch beleuchtet.

(5. November): Ein neues Holzkreuz (12er Kantholz, 3,20 Meter hoch) wurde auf der Viehweide links neben dem großen Kometen in Beton gesetzt. Das Stromkabel befindet sich in einem Flex-Rohrkanal, der in einem wieder verfüllten Kanalgraben liegt. Eine baurechtliche Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) beim Landrat des Lahn-Dill-Kreises lag vor. Ebenso wurde nachträglich der große Komet von der UNB genehmigt.

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